mein erster Versuch mit Softshell

Der Junge wächst so schnell und irgendwie nicht in handelsüblichen Größen.
Ganz oft sind nämlich die Ärmel bei Jacken knapp bemessen und das ist beim Radeln schrecklich unangenehm. Vor allem bei Regenwetter.

Und so durfte ich mich endlich einmal daran wagen etwas für ihn zu nähen!!! Natürlich kein Tüdelkram, möglichst schlicht und unauffällig. Logisch, dass ich mich daran gehalten habe, bis auf Reflektorstreifen ist nichts weiter dran.

Die gute Nachricht bei der Jacke: sie gefällt ihm und er trägt sie gern. Die schlechte Nachricht: das Wetter ist nicht mehr herbstlich sondern schon morgens frostig kalt und da gibt es eine andere wärmere Jacke aus dem Laden. So schnell komme ich beim Nähen noch nicht hinterher.

Softshell Junge Logo

Genäht habe ich „Fehmarn“ von farbenmix.

Vorfreude ist die schönste Freude (2)

Seit Jahren steht diese Tasche auf meiner to-sew-Liste. Und diesen Urlaub werde ich keine Kompromisse mit dem Transport meines Fotoapparates machen. Also habe ich mich endlich an „Fotobella“ von farbenmix gewagt.

Zuerst habe ich einen Großeinkauf in der Grabbelkiste von funfabrics gestartet, da ich natürlich (!) nicht bis zum nächsten Stoffmarkt warten konnte. Ganze drei Wochen können ganz schön lang sein.
Gefunden habe ich grünen und schwarzen Cordura, Volumenvlies brauchte ich sowieso.

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Das ist meine erste Tasche aus Cordura. Dazu noch mit Volumenvlies beklebt. Vom Futter aus Baumwolle mit Vlieseline verstärkt ganz zu schweigen.

Jetzt, da alles fertig ist, bin ich über die Stoffwahl total glücklich. Aber das Nähen war sehr, sehr herausfordernd. Durch das Volumenvlies kam ich mir vor wie in einem Schneesturm oder in dichtem Nebel, ich habe eher nach Gefühl genäht, selten auf Sicht. An manchen Stellen waren zu viele Lagen Stoff, so dass mir so einige Nadeln abgebrochen sind.

Grundsätzlich aber ist Cordura gut zu nähen, natürlich etwas steif, aber gerade das gibt der Tasche auch den tollen Stand und Form.
Einzig mit dem Verschluss bzw. mit der Position bin ich noch nicht so ganz glücklich. Vielleicht fällt mir da noch eine gute Alternative ein.

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Die Seitentaschen sind auch aus Cordura, mit einem leichten Baumwollstoff gefüttert. Eigentlich hätte ich gerne die Variante zum Zubinden genommen, aber meine Versuche mit Ösen waren so erbärmlich, dass ich mich nicht gewagt habe an dieser Tasche einen weiteren Versuch zu starten.

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Den herausnehmbaren Kamera-Einsatz hebe ich mir noch ein wenig auf. Aber ich habe ganz fest vor ihn bis zum Urlaub fertig zu haben.

Und weil diese Tasche nur für mich ganz alleine ist, wandert sie natürlich zu rums.
Und Taschen gehören zu Taschen und Täschchen, ganz klar. Und dazu noch zu Meertje.

Immer noch Herbst – hier ist mein Regenmantel

Den letzten Winter habe ich wochenlang gekämpft. Ich wollte unbedingt meinen Lieblingsnmantel, der mich so super durch Frühling und Sommer begleitet hatte, in einer regenfesten und etwas wärmeren Variante.

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Ich habe erst einmal lange mit mir gerungen, einen regenfesten und damit teuren Stoff zu kaufen. Gefunden habe ich letztendlich einen gewachsten Baumwollstoff, der sich super vernähen ließ. Bei dem hightec-Futterstoff kam ich schnell an meine Näh-Grenzen.

Leider habe ich durch einen Fehler (der Reisverschluß sitzt nicht wirklich da wo er hingehört und hört unterhalb der Kapuze auf) auch noch eine etwas gebastelte Lösung für die Kapuze finden müssen. Aber immerhin besser als das ganze Projekt ganz aufzugeben. Und ich nehme ja an keinen Wettbewerb in Perfektionismus teil, sondern versuche tragbare Kleidung und brauchbare Dinge herzustellen.

Aber egal – der Mantel trägt sich super. er ist richtig regendicht (!) und hält warm ohne dass ich schwitze. Fast wie eine gescheite und gekaufte Jacke. Allerdings mein eigenes Unikat!

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Damit das gute Stück auch regendicht wurde, habe ich viele Nähte als Kappnaht/ Jeansnaht genäht. Dadurch gab es an manchen Stellen ziemlich viele Lagen Stoff, aber irgendwie haben es mein Maschinchen und ich geschafft.

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In Abwandlung zu dem Schnitt habe ich noch eine Blende über den Reißverschluss ergänzt, damit mir dort auch kein Tröpfchen hereinkommt.

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Der Schnitt ist mal wieder von farbenmix und heißt „Jadela“.

Diese Mäntel sind ganz eindeutig für mich und deshalb mache ich heute zum ersten Mal bei rums mit.